HART ARBEITEN, WEICH SCHLAFEN


Rezente Malerei von Ronald Kodritsch


Wenn wir, von C.G. Jung ausgehend, die dort gesagt wirkende Welt der Archetypen im
„Allgemeinen Unbewussten“ heranziehen, so könnte man sinngemäß etwa
zusammenfassen, dass, je ärmer ein Individuum im aktiven Ausleben und
Bewusstmachen von verborgenen seelischen Inhalten ist, desto häufiger entstehen
seelische Probleme und negative Übertragungen im sozialen Feld. Infolgedessen auch
Leiden, Missverständnisse und Streit, oft Vereinsamung mit allen seinen negativen
Folgen. Der so kolportierte „Mythos“ erzählt uns in unendlichen Varianten die Geschichte
der Menschheit auf der Ebene der subjektiv wirksamen Bilder und Vernetzungen über die
Zeit hinweg.
Die Kunst, jeweils in „ihrer Zeit“, war immer in Summe ein verlässlicher Lieferant für
Angebote an wirksamer Katharsis, man denke nur an die gesellschaftliche Strahlkraft der
Oper und der Musik bzw. der Dichtung über die Jahrhunderte.
Die Malerei hat da keinen minderen Platz, denn auch für sie ist eine langfristige
Breitenwirkung seit der Renaissance anerkannt.
In Ronald Kodritschs Kunst sind viele aktive Posten des Unbewussten in ständiger
Varianz zu bemerken. Geister, Geisterbäume, Objektrepräsentanzen eines Individuums in
einem „frisierten Hund“ oder als lebendige Büste. Auch als geheimnisvoller Traktorfahrer
„STANLEY ROAD“ in allen Wetterlagen unterwegs oder als freundlich grüßender
„Knotenblätterpilz“. Hier findet jede modern-verlorene Seele ihr heilsames Kräutlein, eine
labende Quelle, einen stützenden Stab, jeder „Geist auf Couch“ ein Sofa, um sich zu
erholen.
Alles hier neigt zur Verschleifung von Bedeutung und Eigenschaft mit sympathischem
Irrwitz. Mit einem Wort, bestens dazu geeignet, der Theorie von C.G.Jung zu genügen,
dass das Zulassen von für unmöglich gehaltene seelische Inhalte eine heilende und
fördernde Wirkung auf unser Individuum haben kann.
Kodritsch, der auch Musiker war, hat die unkomplizierte Herangehensweise eines
Songschreibers für die Malerei erobert und liefert uns auf diesem Wege
tiefenpsychologische Ausstrahlung und Zuversicht unter dem Motto: „Wie man malt, so
schläft man...“


Ausstellungseröffnung: Montag, 11. Mai 2026 um 18.00 Uhr
Der Künstler ist anwesend.
Ausstellungsdauer: 12. Mai bis 11. Juni 2026
Öffnungszeiten: Jeden Donnerstag von 14.00 bis 18.00 Uhr
und jeder Zeit nach telefonischer Terminvereinbarung.

 
 
 
 
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